vortrag 2018Kann man gute Noten essen?

Unter diesem etwas provokanten Titel stand der Vortrag von Stefanie Schwenninger, der unter der Federführung der Schulsozialarbeiterin Bianca Berggötz in der Aula der Realschule stattfand. Wie ein roter Faden zog sich die Erkenntnis, dass sinnvolles Essen und Trinken wichtig für optimales Lernen ist, durch den informativen Abend.

Schwierige ist die Umsetzung. Die Referentin betonte, wie wichtig ein gutes Frühstück zu Tagesbeginn ist und bedauerte, dass laut Statistik zwanzig bis dreißig Prozent aller Schulkinder in die Schule kommen ohne gefrühstückt zu haben, was umso bedenklicher ist, als der Energieverbrauch des Gehirns zehnmal so hoch ist wie der anderer Körperzellen. Anstatt Kinder mit leerem Magen aus dem Haus zu schicken empfahl Frau Schwenninger zumindest ein kleines Frühstück mit dunklem Brot, Quark, Joghurt und Obst.

Nach Informationen über für gesunde Ernährung erforderliches Grundwissen ging Frau Schwenninger besonders auf das Thema Zucker ein. Der landläufigen Annahme, man könne mit Traubenzucker in der Vesperbox etwas für die Konzentration tun, erteilte sie eine glatte Absage. Sie erklärte, dass Traubenzucker den Körper mit Zucker überschwemme, was zur Bildung von Insulin führe, das wiederum zieht den Zucker aus dem Gehirn. Daraus ergibt sich der Bedarf nach weiterem Zucker. Zuckerzufuhr durch das Verzehren von Obst und Vollkorn hingegen sorgt für eine langsamere Zuckerzufuhr, die das Gehirn länger mit Energie versorgt.

Neben Hinweisen auf empfehlenswerte Nahrungsmittel wie Nüsse, Fisch, kaltgepresste Öle und Gemüse war der Referentin wichtig, dass Eltern auch im Bereich Ernährung eine Vorbildfunktion innehaben, was sich nicht nur in gesunden Lebensmitteln sondern auch in gemeinsamen Mahlzeiten innerhalb der Familie niederschlägt. Sie sprach vom Trend der Entrhythmisierung, die dem gemeinsamen  Genuss eines guten Essens entgegenlaufe.

Schulleiter Felix Lehr und Bianca Berggötz bedankten sich für diesen wertvollen Vortrag, der ganz sicher mehr Zuhörer verdient gehabt hätte.