ehemalige 2017Berufstipps aus erster Hand

Ehemalige Schüler der Realschule berichteten auf Einladung des Fördervereins über ihren beruflichen Werdegang.

Die Vorsitzende des Fördervereins der Realschule Stühlingen, Kirsten Huber, begrüßte die Referenten Johannes Schirmer und Julian Mäntele  von der Firme Hectronic, Robin Ebner von der Firma Hago sowie Maik Lampert vom Reisebüro Pomorin. Den anwesenden Neuntklässlerinnen und Neuntklässlern gab sie mit auf den Weg, ihre persönlichen Talente zu entdecken und Lebenswünsche umzusetzen.

Die vier Referenten stellten ihre Firmen vor und berichteten über ihren beruflichen Werdegang, die Anforderungen an die verschiedenen Berufe und erzählten auch von Rückschlägen, die ebenfalls Teil des Berufsfindungsprozesses sein können. „Es läuft nicht immer alles gerade im Leben“ war die einhellige Meinung der Referenten, von der Schule her seien viele Jugendliche das Scheitern nicht gewohnt und müssten sich danach durchbeißen.

In einer Zeit, in der das Abitur der meist angestrebte Schulabschluss ist, war es für viele Schülerinnen und Schüler neu, zu hören, welche Möglichkeiten eine Berufsausbildung direkt nach der Mittleren Reife bietet. Als Entscheidungshilfe für die Berufswahl empfahlen die ehemaligen Realschüler Praktika in den infrage kommenden Firmen, die Homepage des Jobcenters sowie Erfahrungsberichte von Eltern und Freunden. Sie berichteten von der Ausbildung in ihren Firmen, wo den Azubis einiges geboten wird wie Lehrlingswerkstätten, persönliche Betreuung und gesellige Events, um die Eingliederung in die Firma zu erleichtern. In der dualen Ausbildung  beteiligen sich Schule und Firma gemeinsam am Weiterkommen der Jugendlichen. „Fachkräfte werden gebraucht“.

Es war sicher für viele Zuhörer neu, dass nach einer abgeschlossenen Ausbildung die Möglichkeit besteht, die Fachhochschulreife zu erwerben und danach zu studieren. Praktische Hilfen bekamen die Neuntklässler/innen durch Tipps für Bewerbungsschreiben, Vorstellungsgespräche und auch den Hinweis, dass man reagieren muss, wenn man merkt, dass der Beruf nicht das ist, was man sich vorher vorgestellt hatte. „Was möchte ich für mich selbst?“ sollte stets die Leitfrage für weitere Entscheidungen sein, so die Referenten. Als Beispiele führten sie Selbstverwirklichung, Flexibilität, Spaß an der Arbeit an, aber auch, ob nicht Zeit für Familie, Freunde und Hobbys genauso wichtig sein kann wie Geld verdienen, die viel zitierte work-life-balance. Es war sicher interessant für die Schüler/innen der Realschule, das Thema Berufswahl auch einmal außerhalb des Unterrichts von direkt Betroffenen zu hören, zumal sie aufgrund der vielen schulischen Aktivitäten in diesem Bereich dafür schon sensibilisiert waren.