Jugendpolitik im Focus

Auf dem Weg, die Jugendbeteiligung an aktuellen Themen der Gemeinde zu konkretisieren, fand ein weiterer Politiktag in der Aula der Realschule statt.

Udo Wenzel, Prozesskoordinator für Jugend- und Kinderbeteiligung konnte neben den Klassensprecherinnen und Klassensprechern zahlreiche Vertreter von Gemeinde und Kommunalpolitik begrüßen. Bürgermeister Joachim Burger, Hauptamtsleiter Andreas Mosmann, Janine Herr von der Gemeindeverwaltung sowie Corinne Pieper und Rudiger Mayer vom Gemeinderat nahmen sich Zeit, sich mit den Jugendlichen über das weitere Vorgehen in Sachen Jugendbeteiligung auszutauschen. Udo Wenzel ließ die Schülerinnen und Schüler ihre Erinnerungen an den Jugendpolitiktag im Oktober rekapitulieren, an dem über 300 Jugendliche teilgenommen hatten. Dazu einige Antworten: „Der Tag war sinnvoll, man hat erfahren, was Kinder und Jugendliche berührt.“ „Wir Jungen konnten uns integrieren. Es gab Vorschläge, was man besser machen könnte.“

Es folgte ein Rückblick auf die Gemeinderatsitzung, bei der 10 Jugendliche zu Wort kamen, die anhand der Plakate, die beim Politiktag hergestellt worden waren, ihre Wünsche formulierten. Erwartungsgemäß lag der Focus auf dem Wunsch nach einem Jugendtreff. Die Jugendlichen berichteten danach von einem guten Gefühl, der Hoffnung, dass etwas Neues auf den Weg gebracht wurde.

Bei der neusten Sitzung ging es vor allem um die Frage, ob die SMV daran interessiert ist, einen Platz im Gremium der Jugendbeteiligung einzunehmen. Udo Wenzel zitierte die SMV-Verordnung, die besagt, dass die SMV Angelegenheit aller Schüler ist und sich ihre Aufgaben selbst stellt. Von daher liegt es auf der Hand, dass dieses Gremium jugendrelevante Themen Stühlingens als Gruppe diskutiert und die Ergebnisse an die Verantwortlichen weiterleitet. Die SMV würde auf diese Weise in die politische Diskussion mit einbezogen. Nachdem die Anwesenden Zeit bekommen hatten, sich in Gruppen über dieses Thema auszutauschen, wurde Zustimmung signalisiert. „Jugendliche kommen mit Politik in Kontakt, was bisher nicht so der Fall ist,“ war der breite Konsens. Allerdings wiesen die Jugendlichen auch auf noch zu lösende Probleme hin: Wird es genug engagierte Teilnehmer/innen geben? Werden auch Klassenkameraden aus anderen Ortschaften interessiert sein? Wie können wir unsere Klassen motivieren? Hauptamtsleiter Mosmann regte an, die Fotos vom Jugendpolitiktag als Motivation in den Klassen zu zeigen, er versprach, sie der Schule zur Verfügung zu stellen. SMV-Verbindungslehrer Martin Walter nahm die Anregungen der Schüler/innen auf und wird in der nächsten SMV-Sitzung das Thema auf die Tagesordnung setzen. Bis Anfang Februar soll über die Beteiligung der SMV entschieden sein.

Alle Beteiligten zeigten sich optimistisch, auf einem guten Weg in Richtung Jugendbeteiligung an Kommunalpolitik angekommen zu sein.