abschied strittAbschied vom „Mann für Alles“

Erwin Stritt tritt nach 11 Jahren als Hausmeister für das Schulzentrum sowie das Kinderland Hohenlupfen in den Ruhestand. In einer bewegenden Feier in der Aula der Realschule verabschiedeten Vertreter der Stadt, der Schulen und des Kindergartens ihren „Mann für Alles“ Erwin Stritt in den wohlverdienten Ruhestand.

Aus allen Ansprachen ging hervor, wie sehr sich Erwin Stritt mit seinen vielseitigen Begabungen für die Belange von Stadt, Kindergarten und Schulen eingesetzt hat. Luzia Limberger-Sieber und Antje Brodscholl vom Kinderland Hohenlupfen schilderten seine Rolle als einziger Mann, der stets half, wenn die technischen Fähigkeiten der Damen an ihre Grenzen gerieten. „ Je mehr er uns unterstützte, desto größer wurden unsere Projekte.“ Auch Rektorin Susi Schlatter von der Hohenlupfenschule konnte sich stets auf das Know-How des Hausmeisters verlassen. Er war immer da, wenn sie und ihre Kolleginnen technische Hilfe benötigten.

Bürgermeister Joachim Burger ging in seiner Rede auf die verschiedenen Aufgabenfelder eines Hausmeisters ein. So sei dieser nicht nur Handwerker in einer Schule sondern wirke auch in vieler Hinsucht pädagogisch. Beim täglichen Kontakt mir den Schülerinnen und Schülern versorge er diese nicht nur mit Essen und Trinken sondern agiere auch in Konfliktsituationen, die in solch einer großen Gemeinschaft nicht ausblieben. „Wie sehr die Schüler Sie mochten, konnte ich sehen, als diese sich heute beim Verlassen der Schule persönlich von Ihnen verabschiedeten.“ Als äußeres Zeichen ihres Dankes hatte die SMV den Kiosk mit Sternen geschmückt, auf die alle Schüler/innen einen Gruß und Wunsch für ihren Erwin geschrieben hatten.

Rektor Felix Lehr von der Realschule ging besonders auf Stritts besondere Fähigkeiten im Holzbereich ein, mit denen er der Gemeinde hohe Ausgaben erspart habe. So hat er sämtliche Schränke im Lehrerzimmer sowie all das, was die Gänge der Schule wohnlich erscheinen lässt, selber gezimmert. Sein Sinn für Schönes war gefragt wenn es darum ging, Wohlfühlatmosphäre im Schulhaus zu schaffen. „Regale, Schränke, EDV-Installationen – ohne Herrn Stritts Engagement und handwerkliches Geschick hätten viele Projekte nicht umgesetzt werden können. Er war ein wichtiger Baustein unserer Schulgemeinschaft, der maßgeblich zum Gelingen des Schulbetriebs beigetragen hat.“ Das Kollegium der Realschule verabschiedete sich mit einem Gedicht bevor Erwin Stritt selbst zu Wort kam. Er betonte, wie sehr ihn die Arbeit erfüllt habe und bedankte sich bei allen, die ihn dabei begleitet haben. Es war zu spüren, dass ihm der Abschied nicht leicht fiel, als er seinem Nachfolger Paul Bölle die Schlüssel überreichte.